Laufschrift

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Freitag, 26. April 2013

Tschüß
Blogger Jos und das Blog chronischLEBEN beenden ihre Aktivitäten

Das Blog chronischLEBEN wird nicht fortgeführt. Nach langem gründlichen Abwägen von Gründen für und gegen die Weiterarbeit an der tagesaktuellen Arbeit (mit Phasen des Zögerns - um mich vor der Entscheidung zu "drücken") habe ich jetzt diese Entscheidung getroffen.

Gründe dafür, das Blog weiter anzubieten und damit chronisch kranke und behinderte Menschen sowie andere Interessierte mit kritischen Berichten, Kommentaren, Glossen und Kolumnen zu versorgen, die bewusst nicht den Anspruch oder auch nur den Anschein der "Objektivität" erheben, gibt es mehr als genug.

Tatsache ist, dass chronischLEBEN zu den wenigen nicht-kommerziellen Medien gehörte, die ganz und gar subjektiv und ohne Kompromisse aus der Sicht von direkt und indirekt betroffenen Menschen versuchten, sich ausschließlich für die Interessen chronisch Kranker und Behinderter einzusetzen. Ich habe es als Gründer und Herausgeber des Blogs - nicht gern, aber letztlich gleichgültig - hinnehmen müssen, wegen meines "Dissidententums" von Mainstream-Selbsthelfern diskriminiert zu werden und bin ein klein wenig stolz auf das, was ich mit einigen treuen Freundinnen und Freunden geleistet habe währe nd der vergangenen drei Jahre hier im Blog.

   Minderheiten-Rolle realistisch gesehen   

Mir war von Anfang an bewusst -, dass das Interesse an einem unbequemen Medium, das sich, wenn es nötig war, mit sonst weniger kritisch hinterfragten Institutionen und Vereinen ebenso anlegte wie mit Platzhirschen und Leitkühen der Selbsthilfe, nicht immer von der unvoreingenommenen Bereitschaft getragen war, sich wirklich mit "meinen" Inhalten und Meinungen auseinander zu setzen.. Wer sich in einen "Dauer-Clinch" mit der rein gewinnorientierten Pharma- und sonstigen Gesundheitsindustrie und sonstigen Profiteuren begibt, darf nicht erwarten, jubelnd begrüßt zu werden. Warum auch?

   Grenzen erkennen - Grenzen anerkennen   

Problematisch war und ist es aber, sich als selbst Betroffener alles andere als gesundheitsförderlich mehrere Stunden täglich mit aufwändigen Recherchen, Auswertungen, und der zunehmend ungesunden Stress erzeugenden Produktion des Blogs zu belasten - für geschätzt durchschnittlich 50 bis 80 Regelmäßige Besucherinnen und Besucher des Blogs. Das steht - nicht erst vier Jahre nach meiner Parkinson-Diagnose -  in keinem noch zu verantwortenden Verhältnis.

Letztlich zu vernachlässigen dabei ist die Antwort auf die Frage, woran es nun gelegen haben mag, dass das Interesse am Blog sich durchaus kontinuierlich positiv entwickelte, dann aber stagnierte. Ich kann da nur spekulieren. Ich gehe vor allem davon aus, dass der Leidensdruck der meisten chronisch Kranken so groß ist, dass ein kritisches Hinterfragen auch wichtiger Themen rund um das "System Gesundheit" zu belastend ist. Das darf,  kann und soll niemandem negativ angerechnet werden.

   Liebe Boykotteure: Bitte nicht am Schadenfreue-Schampus verschlucken   

Ob der Boykott des Blogs chronischLEBEN durch maßgebliche Macherinnen und Macher eines Parkinson-Forums (die bereits erwähnten üblichen "Platzhirsche und Leitkühe", denen ich gelegentlich spürbar auf die Füße trat) eine entscheidende Rolle beim Scheitern des Blogs gespielt hat, kann ich nur vermuten, nicht beweisen. Ich halte es für wahrscheinlich. Dass beim großen Chattertreffen und der Jahreshauptversammlung dieses Forums, das derzeit im Sauerland stattfindet, mit einiger Wahrscheinlichkeit der eine oder andere Schaumweinkorken knallen und eine genüssliche Schadenfreude nach dem Motto "Dem haben wir's aber gezeigt" sich breit machen wird, ist mir durchaus nicht egal. Aber ich kann gut und gelassen damit umgehen. Ich selbst halte übrigens das Ende des Blogs weder für das Ende der Selbsthilfewelt noch für einen Grund zur Freude.

   Liebe Mitstreiter: Danke   

Ich weiß, dass es auch nach dem Einstellen der Arbeit an dem Blog Menschen gibt, die ähnlich wie ich denken (manche lauter, andere leiser - oder auch schweigend und sich dem Mainstream unterordnend) und ich bin zuversichtlich, dass gerade diese Menschen sich im ursprünglichen Sinn der Selbsthilfebewegung weiter engagieren werden - im Rahmen ihrer Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang mein tief empfunden Dankeschön an meine chronischLEBEN-Mitstreiter elrawi und Gottfried Lutz: Wir waren und sind in manchen Fragen alles andere als einer Meinung - und das ist gut so. Ihr beiden habt mir immer Mut gemacht und meine Kräfte aktiviert. Bitte nicht böse sein, das ich meine Kraft auf Dauer doch überschätzt habe und jetzt einfach nicht mehr leisten kann, was mir und uns allen wichtig wäre.

Ich werde das Blog chronischLEBEN auch nach Beenden meiner Aktivität als Herausgeber, Redakteur und Autor nicht aus dem Netz nehmen: Da wir als Autorinnen und Autoren neben der tagesaktuellen Berichterstattung auch vieles aufgeschrieben, in die Kamera oder auf Band gesprochen haben, was unserer Meinung nach über den Tag hinaus von Interesse sein könnte und Bestand hat, bleibt das Blog offen zum Stöbern, Nachlesen, Schmunzeln und Protestieren.

   Chronisches Leben ohne chronischLEBEN? Natürlich   

Übrigens ein positiver Nebeneffekt der derzeitigen persönlichen Entwicklung:Ich selbst habe mir (und einigen meiner Kritiker) in den letzten Monaten bewiesen, dass es für mich ein (um vieles leichteres) Leben neben dem Blog (und ganz und gar ohne dieses Medium) gibt.

   Das Ende des Blogs ist nicht das Ende des Schreibens   

Natürlich werde ich aber hin und wieder doch aufschreiben und in meinen Bildern festhalten, was mich bewegt - erfreut, deprimiert, fröhlich und zornig macht. Ob und in welcher Form das hier im Internet zu finden sein wird, weiß ich noch nicht so genau. Schaut einfach mal hin und wieder bei mir rein: Ich melde mich dann, wenn es was Neues gibt.

Nicht im Zorn, aber doch ein wenig resignierend auf die letzten Jahre zurück blickend sage ich jetzt hier erst mal tschüß.

Ihr Norbert Jos Maas alias Jos van Aken
euer Jos